Studie: Kostenreduktion ist nur selten das ausschlaggebende Argument für Payments Factories

22 September 2011


Untersuchung identifiziert Cash-Transparenz und -Kontrolle als Treiber für die Nutzung von Payments Factories

Payments Factories, gemeinsam genutzte Service Center, die alle Zahlungseingänge und -ausgänge zentralisieren, sollen vor allem die Sichtbarkeit und Kontrolle von Geldflüssen verbessern. Zu diesem Ergebnis kommt eine von Logica beauftragte und von EuroFinance durchgeführte Umfrage unter 30 großen europäischen Unternehmen. Die Ergebnisse basieren auf Interviews und Diskussionsrunden mit hochrangigen Finanz-Entscheidern aus Unternehmen, die bereits Payments Factories verwenden oder den Einsatz planen.

Die Mehrheit der Befragten (79 Prozent) gab an, dass erhöhte Transparenz und Kontrolle der eigenen Zahlungsströme ausschlaggebend für die Nutzung einer Payments Factory waren. Am zweithäufigsten wurde die Absicht genannt, Risiken zu verringern und interne Kontrollen zu verstärken. Weniger als die Hälfte gab an, mit der Einführung von Payments Factories Stellen einsparen zu wollen, und nur 39 Prozent nannten reduzierte Bankgebühren als wichtigsten Grund.

82 Prozent haben ihre Bankpartnerschaften bereits reduziert

Zwar stand nur für 21 Prozent die Konsolidierung der Bankenbeziehungen im Fokus der Zentralisierung des Geldverkehrs. Allerdings zeigt die Studie auch, dass 82 Prozent der Unternehmen mit Payments Factories die Anzahl ihrer Bankpartnerschaften bereits reduziert haben.

Garry Young, Director of Corporate Services und SaaS bei Logica, sieht darin eine große Chance für den Bankensektor: „Unternehmen, die ihre Bankbeziehungen konsolidieren wollen, bieten eine Wachstumschance für Finanzinstitute. Wenn diese mehr Eigenkapital und mehr Geschäft akquirieren wollen, müssen sie sicherstellen, dass sie die richtigen Strategien und Werkzeuge im Angebot haben, die Unternehmen benötigen.“ Young differenziert die Nachfrage der Unternehmen: „In Europa ist es von zentraler Bedeutung, SEPA-Dienste wie Mandats-Management anzubieten. Auf globaler Ebene haben wir beobachtet, dass Unternehmen den Schwerpunkt auf mehr Transparenz und Kontrolle legen, und deshalb Banken suchen, die diese Dienstleistungen unterstützen. Finanzinstitute, die das frühzeitig erkennen, profitieren davon.“

Die Studie zeigt auch die wichtigsten Herausforderungen bei der Implementierung von Payments Factories. Als größtes Hindernis wurde der Widerstand auf lokaler Ebene identifiziert, wo die Regionalabteilungen der Meinung sind, dass eine globale Lösung nicht zu ihren spezifischen Anforderungen passt. Viele Finanzabteilungen wiesen außerdem darauf hin, dass sie keine Zeit finden, um die Implementierung voranzutreiben. Eine weitere große Herausforderung bestand laut der Untersuchung darin, die qualitativen Vorteile, wie geringeres Risiko und erhöhte Transparenz, in quantitativen Nenngrößen zu erfassen. Einige der Befragten merkten dazu an, dass deshalb der Wert von Payments Factories unterschätzt werde.

Young weist ausdrücklich auf die Vorteile hin: „Viele der von EuroFinance befragten Finanzexperten sahen Vorteile in der Konsolidierung und Zentralisierung ihrer bisher unterschiedlichen Zahlungssysteme. Zwar liegt es auf der Hand, dass Kosten und Einsparungen immer eine wesentliche Rolle bei der Einführung von Payments Factories spielen, aber noch wichtiger sind die erhöhte Transparenz und Kontrolle sowie das reduzierte Risiko.“

WEITERE INFORMATIONEN

Über die Studie

Die von Logica beauftragte Studie führte der globale Finanzdienstleister EuroFinance durch. Sie basiert auf Interviews mit 30 Finanz-Entscheidern in europäischen Unternehmen, die bereits mit Payments Factories arbeiten, diese gerade implementieren oder planen. Die Umfrageergebnisse ergaben sich aus 30 Einzelinterviews und drei Peer-Group-Diskussionsrunden. Von den Befragten planten oder implementieren 77 Prozent eine Payments Factory, die restlichen 23 Prozent arbeiteten bereits mit ihr.

Über Logica

Als Serviceanbieter für Business und Technologie bietet Logica mit 41.000 Mitarbeitern weltweit Consulting, Systemintegration und Outsourcing an. In langfristig angelegter Zusammenarbeit mit den großen Unternehmen Europas entwickelt Logica ein Kundenverständnis, das die nachhaltige Integration von Menschen, Business und Technologie in innovative, wertschöpfende Lösungen ermöglicht. Das Unternehmen ist an den Börsen in London und Amsterdam (LSE: LOG; Euronext: LOG) gelistet. Weitere Informationen sind über den Twitterkanal LogicaDEU verfügbar.

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